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    Fiskalisierung der Kasse

    Die Kassensicherungsverordnung​ schreibt die manipulationssichere Aufzeichnung vor.
    Ab 1. Januar 2020 müssen alle neuen elektronischen sowie bestehende PC-basierte Kassensysteme in Deutschland, mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgerüstet sein.

Unsere Kassen, die ab dem 01.01.2020 ausgeliefert werden, erfüllen die Forderungen aus dem „Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen“ und der Kassensicherungsverordnung - KassenSichV!

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Wir rüsten Ihr Kassensystem mit TSE aus.

Die Änderungen im Überblick:

Meldungspflicht an die Finanzverwaltung:

Damit die Informationen zu den Registrierkassen der Finanzverwaltung schon bei der risikoorientierten Fallauswahl für Außenprüfungen und bei der Prüfungsvorbereitung zur Verfügung stehen, muss der Nutzer, der elektronische Aufzeichnungssysteme verwendet, innerhalb eines Monats nach Anschaffung oder Außerbetriebnahme des elektronischen Aufzeichnungssystems nach amtlichem Vordruck u. a. Art, Anzahl, Seriennummer und die Anschaffungsdaten der im jeweiligen Unternehmen eingesetzten elektronischen Aufzeichnungssysteme, sowie die Art der zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtungen mitteilen.

Steuerpflichtige, die ein elektronisches Aufzeichnungssystem vor dem 1.1.2020 angeschafft haben, müssen die Meldung bis zum 31.1.2020 abgeben.

Sanktionierung von Verstößen:

Verstöße gegen die Verpflichtung zur ordnungsgemäßen Nutzung der technischen Sicherheitseinrichtung können als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 € geahndet werden, unabhängig davon, ob ein steuerlicher Schaden entstanden ist.

Bitte beachten Sie:

Für Kassen, die nach dem 25.11.2010 und vor dem 1.1.2020 angeschafft wurden, die den Regelungen der Aufbewahrung digitaler Unterlagen entsprechen und nicht umgerüstet werden können, gilt eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2022.
Eine Pflicht zum Einsatz elektronischer Registrierkassen gibt es auch weiterhin nicht.

Nichtbeanstandungsregelung

Das Bundesministerium der Finanzen hat am 6.11.2019 die Nichtbeanstandungsregelung veröffentlicht.
In dem Schreiben heißt es: "...wird es nicht beanstandet, wenn diese elektronischen Aufzeichnungssysteme längstens bis zum 30.September 2020 noch nicht über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung verfügen."
Aber auch: "Die technisch notwendigen Anpassungen und Aufrüstungen sind umgehend durchzuführen und die rechtlichen Voraussetzungen unverzüglich zu erfüllen."

Was bedeutet das für uns?

  • Es dürfen ab 1.1.20202 keine Kassen mehr in Betrieb genommen werden, bei denen nicht sichergestellt ist, dass diese bis zum 30.09.2020 rechtskonform mit einer TSE ausgerüstet werden können.
  • Trotz „Nichtbeanstandungsregelung“ muss man sich unverzüglich um ein Kassensystem mit TSE bemühen.
  • Auch bestehende Kassensysteme, welche bauartbedingt aufrüstbar sind, müssen bis zum 30.09.2020 erweitert werden.
  • Der Betrieb von Kassen, die zwar bauartbedingt aufrüstbar sind, aber bei denen der Hersteller keine TSE-Anbindung bis zum 30.9.2020 in Aussicht stellt, dürfen schob ab dem 1.1.2020 nicht mehr verwendet werden.
  • Man sollte rechtzeitig neue Kassensysteme oder Updates bestellen, da die Auftragsbearbeitung bei TSE-Herstellern, Kassenhändlern und
    Hardwareherstellern auf Grund der hohen Nachfrage u.U. länger als normal dauern kann.